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Kai Kröger zum Thema „Alte Taxdoo-Verrechnungskonten in der Buchhaltung“. Er sitzt in modernem Büro vor  großen Fenstern mit Blick auf den Lenkwerk Campus Bielefeld.

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Alte Taxdoo-Verrechnungskonten in der Buchhaltung

Das alte Taxdoo-Verrechnungskonto schlummert noch immer in vielen Buchhaltungen. Und nur die wenigsten wissen wirklich, was sie damit anfangen sollen.

Ein Mandantenerstgespräch mit überraschender Erkenntnis

Letzte Woche hatte ich ein Mandantenerstgespräch. Wie immer tauschen wir vorab Daten aus, damit wir wissen, worüber wir sprechen.

Es ging um ein E-Commerce-Unternehmen mit rund 10 Mio. Euro Umsatz.

In den letzten Jahren wurden Gewinne zwischen 500.000 und 1 Mio. Euro ausgewiesen.

Das „alte“ Taxdoo-Verrechnungskonto Fibu taucht immer mal wieder auf

Und dann gab es noch ein Konto, das im gesamten Jahr 2025 nur geringfügig bebucht wurde. Gerade einmal rund 2.000 Euro Bewegungen.

Der Sollsaldo zum 31.12.2025 lag bei 900.000 Euro.

Der Eröffnungsbilanzwert zum 01.01.2025 betrug 898.000 Euro.

Auf meine Nachfrage kam vom CFO nur der Hinweis:

„Das ist das alte Taxdoo-Konto.“

Genau das ist der Punkt.

Der Saldo steht da.

Aber geklärt ist damit noch lange nichts.

Wichtig dabei:

Das hat nicht direkt mit Taxdoo oder den früheren Buchhaltungslogiken von Taxdoo zu tun.

Es geht um ein grundsätzliches Problem, das ich in der E-Commerce-Buchhaltung immer wieder sehe:

Daten werden eingelesen.

Buchungen werden erzeugt.

Und danach gilt gefühlt: Nach mir die Sintflut.

Irgendwann weiß keiner mehr so richtig, was hier eigentlich gebucht wurde.

Wenn die Zahlen ein völlig anderes Bild zeigen

Da brauche ich ungefähr 30 Sekunden, um dem potenziellen Mandanten zu sagen:

Der Gewinn liegt vermutlich nicht bei +500.000 Euro.

Sondern eher bei -500.000 Euro oder noch schlechter.

Kein Einzelfall in der E-Commerce-Buchhaltung

Sorry, aber ich wundere mich immer wieder, wie wenige E-Commerce-Händler ihre Zahlen wirklich realistisch einschätzen können.

Und das ist kein Einzelfall.

Es gibt immer noch Buchhaltungen, in denen Konten einfach Jahr für Jahr vorgetragen werden – genau die Art von Fehler, der euch Jahre später einholen kann. Wie hier das alte Taxdoo-Verrechnungskonto.

Jeder weiß irgendwie, woher es kommt.

Aber niemand kann den Saldo wirklich erklären.

Wie wir mit solchen Fällen umgehen

Wir können damit etwas anfangen. Wir stimmen solche Konten ab und setzen anschließend die Prozesse in der E-Commerce-Buchhaltung sauber neu auf.

Habt ihr auch noch alte Verrechnungskonten oder sonstige Salden in der E-Commerce-Buchhaltung, die euch niemand erklären kann?

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